Plattenspieler

Der Plattenspieler ist tot, lang lebe der Plattenspieler!
Und um ihn dreht sich mein erster Beitrag in der „Tipp der Woche“ Ecke.

LencoClean

ist ein System zum Nassabspielen von Schallplatten: Das Gerät sieht einem Tonarm nicht ganz unähnlich. Es wird mit Flüssigkeit gefüllt und liegt mit einer feinen, weichen Bürste auf der Platte auf, durch die die Reinigungsflüssigkeit fließen kann.

Da die Originalflüssigkeit nicht gerade günstig ist, gibt es hier eine Mischung zum Selbermixen:

Zutaten:

Isopropanol (Apotheke)

Doppelt destilliertes Wasser (Apotheke)

Netzmittel (Fotobedarfsgeschäft)

Zubereitung:

1 Teil Isopropanol + 2 Teile doppelt destilliertes Wasser + 1-2 Tropfen Netzmittel miteinander mischen. (Als Netzmittelersatz keinesfalls Geschirrspülmittel nehmen, wie viele empfehlen! Da sind zu viele merkwürdige Substanzen drin enthalten.)

Wichtig: doppelt destilliertes Wasser nehmen und nicht das einfach destillierte, das man für DM 1,-/l in jedem Bau- oder Supermarkt bekommt. Das taugt fürs Dampfbügeleisen oder die Autobatterie, aber nicht fürs Plattenabspielen.

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Riemen

Ein alter Antriebsriemen sollte erneuert werden. Klar, denn wirklich zu gebrauchen ist dieser nach den ersten Anzeichen von Verschleiß nicht mehr. Ein alter Riemen kann z.B. dadurch negativ auffallen, dass er durch- und damit den Plattenteller nicht mehr richtig andreht oder, das hat mein Thorens mit Vorliebe gemacht, dass er keine 45 U/min mehr abspielt. Die Mechanik konnte den Riemen einfach nicht mehr dazu überreden, auf das größere Antriebsrad zu wechseln.
Das ist natürlich ärgerlich, denn es kann schon mal etwas dauern, bis man das ersehnte Ersatzteil nach der Bestellung auch geliefert bekommt. Und was macht man währenddessen? Den Plattenspieler auslassen? Das muss nicht sein, wenn man folgendes versucht:

Häufig kann es schon reichen, den Antriebsriemen mit Isopropanol zu säubern. Fusselfreies Tuch genommen, mit Isopropanol befeuchtet und den Riemen gut abgewischt. Setzt man den Riemen wieder ein, kann man erst einmal weiterhören.

Sollte diese Methode nicht greifen, kann man auch folgendermaßen vorgehen: den Riemen vom Plattenspieler abnehmen und für einige Zeit in kochendes Wasser legen. Daraufhin zieht sich der Riemen wieder etwas zusammen und das Musikvergnügen kann erst einmal weitergehen.

 

Beide Mittel sind von mir erprobt, trotzdem stellen sie keine Dauerlösung dar. Ein Austausch des Riemens ist leider nicht zu ersetzen.